EDV-Museum
es gibt auch ein kleines PC Museum, das wäre hier.
Und die Entwicklung meiner Hardware im Laufe der Jahre hier
einige Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern !
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Einige Bilder aus der "Steinzeit" der EDV-Anlagen, als man den PC noch nicht erfunden hatte. Ich habe damals mit meinen Kollegen diese Geräte repariert und gewartet, dabei sind die Bilder entstanden. Hersteller: SIEMENS, Zeit von 1972-1978 |
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Eine damals übliche EDV-Anlage der Serie 4004 Typ /35 ( Großrechner! ) mit 64 KB Hauptspeicher, ein Wechselplattenlaufwerk konnte 7,2 MB speichern. Die Geräte wurden von RCA und IBM in den USA gebaut und von Siemens hier verkauft bzw. vermietet. |
Hier eine schon neuere 4004/45 - Anlage
ein Blick ins Innere der aufwendigen Elektronik, der Rechner bestand aus ca. 1500 Steckbaugruppen.
das Wartungsteam bei der Arbeit, einmal in der Woche wurden die Geräte gereinigt und gründlich überprüft.
Bauteile, aus denen ein Rechner damals bestand :
Siemens System 4004/15 aus dem Jahre 1968 ( von RCA gebaut und in Lizenz unter "Siemens Serie 4004" vertrieben )
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Ein Rechenzentrum damals, im Vordergrund der Lochkartenleser mit der sagenhaften Leseleistung von 72000 Lochkarten in der Stunde. Dies war notwendig, weil ja alle Daten über die Lochkarte erfasst wurden und auch so eingelesen werden mussten. Der Rechnerschrank im Hintergrund hatte einen Speicher von 16 KB, den Programmierern gelang es trotzdem, komfortable Lohn- und Gehaltsprogramme zu erstellen, weil sie jede Speicherstelle optimal nutzten. Erst später kamen Plattenspeicher hinzu, bis dahin wurden Programme und Daten immer per Lochkarte eingegeben. |
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Diese Lochstreifenleser wurden auch zur Dateneingabe genutzt, ein mit diversen eingestanzten Löchern versehener Papierstreifen enthielt die Daten. Wurde parallel zur Lochkarte genutzt, wenn ein Buchungsautomat auch einen Streifen zur Weiterverarbeitung erstellen konnte. |
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Als externer Speicher dienten ab 1969 diese Wechselplattenspeicherlaufwerke, jeder Plattenstapel hatte ein Speichervermögen von heute lächerlichen 7,2 MB. Je nach Arbeitsablauf musste der Bediener ( Operator ) die Plattenstapel auswechseln, um den Datenbestand für den jeweiligen Job im Zugriff zu haben. |
Siemens System 2002 aus dem Jahre 1965 (LVA Oldenburg), der erste in Deutschland gebaute rein digitale Rechner.
| Eine EDV-Anlage der " ersten Stunde ", die Siemens-Datenverarbeitungsanlage 2002 aus dem Jahre 1965, damals noch von Siemens&Halske entwickelt und gebaut. Erster in Deutschland gebauter Rechner mit ausschließlich Transistoren auf den Baugruppen. Um eine einigermaßen sichere Funktion zu gewährleisten, musste der Raum klimatisiert werden, die Bandgeräte standen sogar in einem seperaten Raum mit niedrigeren Temperaturen. |
Kernspeichermatrix aus einer Siemens System 2002
Kennwerte ( entnommen aus einem alten Prospekt ):
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Informationsdarstellung: Wortlänge 12 Dezimale und 1 Vorzeichen, jede Dezimalziffer des Wortes wird als Tetrade im Drei-Exceßcode verschlüsselt. Informationsverarbeitung: Elemente einer Tetrade parallel, Tetraden in Serie. Arbeitsspeicher: Magnetkernspeicher in Einheiten für 1000, 5000 und 10000 Worte. Maximalkapazität 100000 Worte. Zugriffszeit 14 µs. Taktfrequenz 200 kHz. Elementare Rechenzeit 90 µs. Operationszeiten Festkomma-Operationen Addition und Subtraktion, Summe 12 stellig 90µs. Multiplikation, Produkt 24stellig 1260 µs. Zubringerspeicher 10000-Wort-Magnettrommelspeicher, Umspeichern in beiden Richtungen in Blöcken frei wählbarer Länge. Mittlere Zugriffszeit 19 ms. |
Dateneingabe: Lochkartenabtaster, Lochstreifenabtaster, Magnetbandgeräte.
Datenausgabe: Lochkartenstanzer, Lochstreifenstanzer, Magnetbandgeräte, Schnelldrucker, Tabelliermaschinen, Analogsichtgerät.
| Auch hier wurde damals jede Woche einmal die Wartung der
Anlage durchgeführt, dazu musste der Kunde für 4-6 Stunden auf die komplette
Anlage verzichten. Die Elektronik war so sensibel, dass schon ein mittleres
Gewitter zum Totalabsturz führte, oftmals mit Folgefehlern in der Elektronik.
Selbst die Putzfrauen in Rechenzentrum konnten mit dem Bohnerbesen die Anlage außer
Funktion setzen, wenn sie beim Wischen versehentlich gegen den Schrank mit dem
Trommelspeicher knallten. Wie man ahnt, war damals ein Serviceingenieur immer in
der Nähe, oft hatte er einen eigenen Raum im Bereich des Rechenzentrums. Man
achte auf die weißen Hemden und die Krawatten beim Servicepersonal !
Eine sehr gute und fundierte Dokumentation findet man bei Frau Sowada http://www.s2002.gabrielesowada.de/ und hier alles über die Entwicklung der Rechnergenerationen und Grundlagen der EDV |
Hier eine komplette Übersicht aller je von Siemens hergestellten oder vertriebenen Computer:
http://www.computer-archiv.de/COMP0012.HTM
Und für die PC-Freaks etwas über alte PC´s
Und so wurde ein Rechenzentrum im Film " Der Baader-Meinhof-Komplex" dargestellt, auch etwas mit meiner Hilfe, siehe Presseberichte
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