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Hotels und Unterkünfte:
Grundsätzlich ist es in den touristisch erschlossenen Gebieten (also an der
Küste) kein wesentliches Problem, an eine Unterkunft zu kommen, wenn man nicht
unbedingt ein Hotel haben will: Vielfach stehen Menschen am Eingang von
Ortschaften / Städten an den Straßenrändern und bieten Zimmer, Wohnungen,
Häuser oder Datschen zur Vermietung an. Falls man die entsprechenden Zeichen
(russische Worte für „Wohnung", „Zimmer", „zu vermieten"
etc.) versteht, kann man auf diese Weise preiswert an eine Unterkunft kommen.
Alle Preise verstehen sich in der Landeswährung Griwna (Kurs 1.6.03 ca. 6
Gr. für 1 Euro), die Preise sind als Komplettpreise einschl. lokaler Steuern
zu verstehen, also das, was der Tourist tatsächlich aus seiner Tasche
aufzuwenden hat.
Alle Preise beziehen sich, wenn nicht anders erwähnt, auf ein Doppelzimmer
belegt mit zwei Personen einschließlich Frühstück.
Dusche/WC waren jeweils mit im Zimmer.
Zimmerpreise sind jeweils für eine Nacht angegeben.
Barzahlung im Voraus ist üblich; Kreditkartenzahlung war nur im Hotel Jalta
möglich.
Alle Zimmer hatten einen Fernseher, teilweise einen Kühlschrank und waren
ohne Klimaanlage. Eine Klimaanlage war meines Erachtens zu dieser Jahreszeit
auch nicht erforderlich (Temperatur nachts eher bei 15 als bei 20 Grad Celsius).
Alle Verhandlungen mit der Rezeption müssen im Allgemeinen in Russisch oder
mit Händen und Füßen geführt werden, Ausnahme: Hotel Jalta (deutsch und
englisch sind kein Problem)
Man checkt in Hotels üblicherweise bis 12:00 Uhr aus, was dem eher
gemütlichen Reiseverhalten von Individualtouristen sehr entgegenkommt.
Sudak:
Hotel Forum, ul. Lenina 88
Anfahrt: Wenn man von der Straße P-08 in das Zentrum der Stadt kommt, immer
auf der Hauptstraße bleiben, es ist unverkennbar ein sehr moderner Bau; von den
Unterkünften, die wir besuchten, war es das einzige Hotel, das tatsächlich dem
Anspruch „westlicher Standard" genügen kann.
Preis: ca. 180 Gr.
Einfaches Frühstück
Besonderheiten: Wir waren vermutlich die ersten Gäste, denn alles war noch
super-neu. Bewachter Parkplatz war eingeschlossen, internationales Telefon vom
Zimmer aus. Auch ein Geldautomat war im Hotel, allerdings war er noch nicht
angeschlossen.
Kontakt: Telefon: +380-06566 33876, Fax 33860, Mail: boghouse@yandex.ru
In der Stadt waren Geldautomaten vorhanden und es gab einige nette
Restaurants am Strand.
Feodosia:
Hotel „Zu den Schwestern"
Adresse: Am Ende der Ul. Karla Liebknechta, in der Nähe zum Bahnhof.
Das Hotel hat drei Zimmer: „Standard" mit zwei Betten, Doppelzimmer
mit einem Doppelbett und einem separaten Sofa (Unsere Wahl) sowie die „Suite".
Preis: ca 240 Gr. (verhältnismäßig teuer, Frühstück nicht enthalten)
Das Hotel war liebevoll eingerichtet und sehr „bemüht"; man hatte den
Eindruck, daß aus den sozialistischen Hinterlassenschaften das Bestmögliche
herausgeholt wurde. Zweifelsfrei KEIN westlicher Komfort, dafür hinreichend
sauber und sehr geräumig einschließlich Kühlschrank.
Zusätzlich gab es einen Balkon in den Innenhof.
Das Zimmer ist insofern zu empfehlen, da es in den Innenhof ging. Durch die
zentrale Lage bedingt (absolutes Stadtzentrum mit Restaurants und Livemusik)
dürfte eines der anderen Zimmer des Hotels „nach vorne" d.h. zur
unruhigen Seite hinaus gehen.
Frühstück war im Preis nicht enthalten, im Haus befindet sich jedoch ein
Restaurant, in dem man ab 9 Uhr morgens die landestypischen Speisen bestellen
kann.
Stadt: Traumhaft. Ein ganz eigenes Flair, wenig „typische"
Badetouristen, dafür sehr unterschiedliche Menschen.
Simferopol:
Hotel „Moskwa"
Adresse: An der Ausfallstraße nach Jalta gelegen, erster großer Kreisel.
Man kann es kaum verfehlen, da es wegen seiner Größe und Häßlichkeit sehr
auffallend ist.
Preis: 160 Gr.
Besonderheiten: Im Reiseführer stand, es sei ein Haus mit westlichem
Standard. Dies ist sicherlich eine Übertreibung. Trotzdem kann man sagen, daß
es eine für westeuropäische Verhältnisse zwar einfache aber durchaus
hinreichende Übernachtungsqualität bietet.
Das Frühstück wird in der Etage eingenommen, in der man untergebracht ist
(so war es zumindest bei uns). Der Zimmerschlüssel wird bei der Etagendame
entgegengenommen und abgegeben; an der Rezeption werden nur die Formalitäten
der Bezahlung und der Passregistrierung vorgenommen.
Man sollte sich nicht von der „Empfangshalle" des Hotels abschrecken
lassen; sie ist zwar repräsentativ für den 50-er/60-er Jahre Stil des Hotels
aber der Eindruck wird besser, wenn man nach oben auf das Zimmer kommt.
Das Hotel „Moskwa" sowie das „Ukraina" sind die einzigen
offiziellen Ausländerhotels in Simferopol. Entgegen den Schilderungen des oben
erwähnten Reiseführers war es uns als Ausländern nicht möglich, in den
anderen Hotels der Stadt abzusteigen (auf unserem Atlas waren gut ein Dutzend
weitere Hotels im Stadtgebiet verzeichnet, bei Zweien haben wir um Einlaß
gebeten, man hat uns mit der Begründung abgewiesen, daß Ausländer nur im „Moskwa"
oder „Ukraina" untergebracht werden dürften).
Ich vermute, daß man mit besseren Sprachkenntnissen als den meinen und einer
großen Portion Dickfelligkeit auch in diese Hotels hätte reinkommen können,
allerdings war der Gesamteindruck dieser Unterkünfte nicht gerade so einladend,
daß man es auf die Spitze hätte treiben müssen...
Stadt: Eingefleischte Kenner und Liebhaber der Stadt mögen mir verzeihen:
Meines Erachtens kann man Simferopol getrost meiden! Groß, staubig, trist.
Sicherlich gibt es für Touristen mit sehr guten Sprachkenntnissen auch hier
vieles zu entdecken, jedoch liegen die Reize der Stadt nicht so offen zutage wie
in den kleineren Städten, wo man zwangsläufig über die Sehenswürdigkeiten
stolpert.
Foros:
Unterbringung: Privat über eine der Frauen, die Reisende am Straßenrand
abfangen, wenn man mit dem entsprechenden suchenden Blick rumläuft.
Wir bekamen über so einen Kontakt eine komplette Wohnung (Wohnzimmer mit
Schlafcouch, Schlafzimmer mit Doppelbett, Kammer mit Schlafcouch, Küche, Bad,
WC) zentral gelegen für 90 Gr., nachdem wir gehandelt hatten. Da wir die
Wohnung für uns allein hatten (also ohne Familienanschluß) war logischerweise
kein Frühstück enthalten.
Kontakt über die vermittelnde Dame:
Tel. 0654 / 79 17 40 (sie spricht nur russisch!)
Stadt:
Keine Bank, kein Geldautomat, dafür zahlreiche Wechselstuben. Sauberer
Strand, einige sehr reiche Datschen, man merkt daß in Foros keine Tagesgäste
absteigen, aber dafür etliche wohlhabende Menschen ihren Zweitwohnsitz im
Grünen haben.
Jalta:
Jalta dürfte die touristisch mit Abstand am Besten erschlossene Stadt sein,
die wir besucht haben. Der Einfachheit und Bekanntheit halber hatten wir schon
vor Reiseantritt bei dem größten Hotel der Ukraine gebucht: Hotel Jalta,
Kontakt: www.hotel-yalta.com, dort gibt es ein Online-Buchungsformular, oder
über Tel: 0654 / 270-270, Fax 0654 / 353-093.
Der Preis bis einschließlich 31.5. betrug 180 Gr., in den darauffolgenden
Nächten mußten wir 240 Gr. bezahlen (Saisonbeginn).
Besonderheiten: Kreditkartenzahlung ist möglich. Das Hotel ist zwar schon
etwas in die Jahre gekommen, ist aber als erste Anlaufstelle im Großraum Jalta
sicherlich eine gute Wahl. Man kann vom Zimmer aus direkte internationale
Telefonate führen, es gibt mehrere Bank-Automaten, von denen man mit der EC-
(Maestro) oder Kreditkarte Geld in Landeswährung abheben kann. Außerdem gibt
es Wechselstuben im Haus. Vom Zimmer aus hat man einen phänomenalen Blick auf
die Bucht von Jalta.
Das Frühstück ist landestypisch und sehr reichhaltig. Die Bedienung ist
sehr zuvorkommend.
Die Zimmer, die wir bewohnten (da wir eine Rundreise mit Ausgangs- und
Endpunkt Jalta machten, hatten wir zwei verschiedene Zimmer der gleichen
Kategorie), waren einfach, praktisch und dem Preis durchaus angemessen.
Wer die Homepage des Hotels besucht, wird feststellen, daß es innerhalb
dieses riesigen Hotelkomplexes wesentlich teurere Möglichkeiten zur
Übernachtung gibt.
Direkt vom Hotel fährt ein Minibus in die Stadt ab, der Preis liegt bei ca.
2 (zwei) Gr.; Taxis sind teurer und die Taxifahrer wissen, daß viele
ausländische Touristen hilflos und unerfahren sind...
Die Minibuslinie fährt in die andere Richtung direkt zum Botanischen Garten.
Das Hotel verfügt über einen eigene Badestrand und hebt ausdrücklich
hervor, daß Kinder gerne gesehen sind. Dies betone ich speziell, um Familien
mit Kindern Mut zu machen, denn mit dem „Jalta" ist man auf der „sicheren
Seite", was ein Mindestmaß an Qualität bei solidem Preis angeht.
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