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 Urlaub auf Gran Canaria (San Agustin) -2011 überarbeitet-

GC-NASA-mit World Win gescannt

Google Earth: Gran Canaria

 

Eine Ferienwohnung machte es möglich, ab November 2000, nach vielen Jahren mal wieder Gran Canaria zu besuchen. Wir wohnten im etwas ruhigerem San Agustin, nur 3 Min. von dem Strand entfernt, der sich vor dem Hotel Don Gregory befindet. 2007 haben wir ein Appartement in der Anlage Las Flores 1 gemietet. Selbstversorgung ist angesagt, aber Abends sind wir oft zum Essen ausgegangen in eins der vielen Lokale am Ort. Das große Einkaufszentrum gegenüber bot morgens im Supermarkt frische Brötchen zum Frühstück an, der Blick von der Terrasse auf das Meer war wunderschön. Aber was hat sich auf der Insel in den Jahren geändert ? Einiges zum Vorteil: die Sauberkeit, die ausgebauten Strassen, das großzügige Flughafengebäude und überall Internetcafés. Aber dann auf der Fahrt nach Puerto de Mogàn kam der Schock: Jede Bucht war mit Beton zugepflastert, was damals mit Puerto Rico begann hat sich wie eine Lawine fortgesetzt. Schon in Maspalomas beginnt der Bauboom, "Sonnenland" nennt sich dort die Ferienvollzugsanstalt, die oberhalb des "Campo International" entstanden ist. Fußweg bis zum Strand sicher 30-50 Minuten. Es ist mir unverständlich, warum bei sinkenden Besucherzahlen noch so viele neue Anlagen gebaut werden.

2011 haben wir nach langer Zeit mal wieder im Hotel "Don Gregory" in San Agustin gewohnt, wir kennen das Haus ja seit über 30 Jahren. Auch hier einige Änderungen im Laufe der Jahre, früher von der Seaside-Hotel- Kette von Herrn Gerlach geführt, dann an die spanische Dunas-Gruppe verkauft. 4 Sterne von damals sind nicht mehr so  zu merken, einiges ist renovierungsbedürftig und manche Kleinigkeit fehlt einfach. Aber die Lage ist natürlich nach wie vor fantastisch. Meine Hotelbewertung: http://www.holidaycheck.de/hotelbewertung-Hotel+Dunas+Don+Gregory+Ein+Stern+zu+viel-ch_hb-id_2360087.html

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Poolansicht Bucht und Hotel Terasse und Pool

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Promenade am Atlantik bei San Agustin

Der Strand "Playa de San Agustin"

Aber auch Positives ist zu beobachten: Der Bereich um den "Faro", dem alten Leuchtturm dort in Maspalomas, ist mit einer langen Uferpromenade versehen worden. Auch gibt es dort elegante Cafès und Geschäfte, es wird schon deutlich, dass man, im Gegensatz zu früher, mehr auf Qualität achtet. Nicht umsonst stehen hier die meissten 4- und 5 Sterne Hotels der Insel. Besonders bemerkenswert und natürlich auch sehenswert, das Gran Hotel Costa Meloneras neben dem "Faro" . Alleine die Pool-Landschaft dort ist einmalig, obwohl sich über 2000 Gäste dort bewegen findet jeder den passenden Platz.

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Gran Hotel Meloneras-der Pool zum Meer

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Promenade am Faro

Die Dünen von Maspalomas

Der Faro und die berühmten Dünen

Wenn der Flieger auf den Flughafen "Gando" auf GC zufliegt, und dann eine Rechtskurve macht, blickt man rechterhand auf einen Ort mit einem grossen Kirchplatz. Das ist Arinaga, direkt am Meer gelegen. Ein typisch spanischer Ort, weitab vom Tourismus. Sechs Bilder zeigen etwas von dem stillen Ort. Man kann hervorragend dort Fisch essen ! 

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Kirche von Arinaga

 Kunst am Hafen von Arinaga

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Ein Lichtblick im Süden: Das wunderschön gestaltete Hafenstädtchen Puerto de Mogán, die uns wirklich begeisterte. Auf der Fahrt dorthin muss man aber nicht mehr mit Staus rechnen, denn die Autobahn ist bis Puerto Rico fertig. Reizvoller ist natürlich die Strasse an der Küste entlang. Viele Segeljachten liegen hier, das klare Wasser im Hafenbecken gibt den Blick auf riesige Fisch-Schwärme frei. Viele Lokale bieten Fischgerichte an, fein säuberlich nach Nationen getrennt. Unsere Empfehlung ist das Restaurante "El Capuchino", nicht direkt am Hafenbecken sondern nahe der Durchgangsstrasse. Parken kann man übrigens kostenlos und ganz nah am Hafen an der langen Mole, die Pto.de Mogan vom Meer trennt.

Einige Bilder aus dem Hafenstädtchen

viele Segelyachten Blumengirlanden überall

Hafenansicht

U-Boot-Fahren möglich !

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Hafenansicht

Hafenansicht

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vom Satelliten aus

Fischerboote

Ausflüge in den grünen Norden der Insel haben wir gemacht. Hier ist die Welt noch in Ordnung, kein Massentourismus. Verträumte Dörfer und grüne Schluchten erfreuen das Auge. Wir besuchten Arucas, bekannt durch Bananenanbau, Rumproduktion und besonders durch die fast schwarze Kathedrale, die allen Ankommenden sofort ins Auge fällt. Auch der botanische Garten mit vielen seltenen Pflanzen lohnt einen Besuch.

Blick auf Arucas

Die schwarze Kathedrale

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Eine Fahrt ging durch das wildromantische Fatagatal. Hier besuchten zuerst wir das Freilandmuseum "Mundo Aborigen", eine Darstellung vieler Bauten und Anlagen der Ureinwohner Gran Canarias. Recht informativ und wunderschön auf einem Bergplateau gelegen. Man sollte sich mindestens 2 Stunden Zeit lassen um alles in Ruhe zu betrachten. Eintritt 10 € p/P.  Am Aussichtspunkt nach dem Mundo Aborigen hatte man den Eindruck, im Grand Canon zu sein. Wir fuhren die Autobahn bis Arinaga, dann über Agüimes nach Santa Lucia und über San Bartolomé zurück über Fataga nach San Agustin. Eine Halbtagestour mit vielen reizvollen Ausblicken.

hier der Link auf ein Video http://www.youtube.com/user/wftroeger#p/a/u/0/2T0FKnNWTJY

Mundo Aborigen

Bauernhäuser und Palmen

Aussichtspunkt

 

Die wohl landschaftlich schönste Strecke ist im Süden von Puerto de Mogan aus in Richtung Mogan zu erreichen. Man fährt ab dem Ort Mogan über gut ausgebaute Strassen immer höher in die Berge über San Nicolás bis zum Aussichtspunkt "Mirador de Balcón". Hier hat man einen überwältigen Ausblick auf die Steilküste und , wenn es das Wetter zulässt, auf Teneriffa mit dem höchsten Berg Spaniens, dem Teide. Weiter geht die Strasse immer an der Steilküste entlang bis zum Ort Agaete, von hier aus sollte man dann der Fischerörtchen "Puerto de las Nieves" besuchen. Die Sehenswürdigkeit hier ist der "Finger Gottes", ein bizarr geformter Felsen, der leider nur mit einiger Anstrengung zu entdecken ist. Fangfrischen Fisch bieten die kleinen Lokale am Hafen und die Schnellfähre nach Teneriffa fährt von hier aus 5 mal am Tag ab. Die Rückfahrt in den Süden sollte man dann von Agaete aus über die neue Autobahn Richtung Las Palmas machen.  

Steilküste im Westen

Der Teide auf Teneriffa

Puerto de las Nieves

Blick auf die Küste

 

Auch ein Ausflug, möglichst mit dem Bus ( Directo  3,90 €./Person ), in die Hauptstadt Las Palmas ist sehr zu empfehlen. Die Altstadt mit Kathedrale, Rathaus, Kolumbushaus und natürlich die Einkaufsmeile Calle Mayor de Triana. Nicht zu vergessen die Markthalle, in der frische Ware an unzähligen Ständen angeboten wird, vom Fisch über Fleisch zu Gemüse und Obst. Sehenswert auch der Bereich um den "Plaza Santa Catalina". Und ein Besuch im Kaufhaus "El Corte de Inglés" ist für Shoppingfreunde eine Pflichtübung, auf halben Wege zum Strand zu finden, ein Stadtplan ist für Las Palmas eh notwendig ! Unbedingt besuchen: den berühmten Strand  "Las Canteras", der weitgeschwungen wie die Copa Cobana die Badefreudigen anzieht. Mit dem gelben Stadtbus 12 oder 13 zu erreichen, Station: Santa Catalina, ein ganz neu errichteter Busbahnhof. Oder auch neuerdings direkt mit dem "Directo"-Bus bis zur Plaza Santa Catalina ( Plaza Canarias).

kanarische Bauten

die Namensgeber der Inselkette vor dem Rathaus

die Kathedrale St. Ana

Altes Las Palmas

Das Kolumbushaus in Las Palmas

Altes Las Palmas

Kolumbushaus

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Las Canteras Strand

nahe der Hauptstadt

 

Ein Ausflug in den wunderschönen Palmitos-Park, nordwestlich von Maspalomas in einem Tal (Barranco) gelegen (GC503), lohnt sich immer, besonders mit Kindern. Hier ist das recht hohe Eintrittsgeld wirklich etwas Wert, denn man bekommt viel geboten. Durch viele künstliche Bewässerung ist hier ein grosser Palmenhain zu bewundern, reichlich exotische Pflanzen, Tiere und viele Vogelarten. Zwei bis viermal am Tag werden Papgeien-Shows vorgeführt und Groß-Raubvögel im Freiflug gezeigt. Das neue Delphinarium bietet 2-3 Shows am Tag. Ein Orchideen-Haus und ein wunderschönes Aquarium vervollständigen die Besichtigungsmöglichkeiten, wobei der Hit für die Kinder die Freianlage der Affen ist. Man sollte sich schon einen halben Tag Zeit nehmen, um alle Attraktionen in Ruhe zu betrachten. Es fahren öffentliche Busse und Taxis  dorthin, wenn man nicht gerade einen Leihwagen dabei hat.  Seit 4.8.2008 nach dem Brand ist der Park wieder eröffnet. Erwachsene zahlen 28,50 Euro, Kinder zwischen 3 und 12 Jahren 16 Euro.

auch hier ein Link auf ein Video:  http://www.youtube.com/user/wftroeger#p/a/u/1/dsz5qktTzMo

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Ausflugstipp: Barranco de Guayadeque

Wenn man vom sehenswerten Ort Agüimes in das Tal einfährt ( Achtung, am Ortsende geht es scharf links ab, auf die Hinweise achten! )sollte man sich genug Zeit nehmen, all die Naturschönheiten zu bewundern, die umfangreiche Flora ist einmalig, besonders am Ende des Barranco

Auf dem Weg dorthin durch das romantische Tal findet man fast am Anfang links ein kleines Museum, in dem die Geschichte der Ureinwohner sehr dekorativ mit Fundstücken dargestellt wird. Eintritt 2.50 Euro, Name: Centro de Interpretacion de Guayadaque

Eindrucksvoll und zum Essen sehr gut geeignet ist das Höhlenrestaurant "Tagoror" (täglich von 10-1 Uhr) an Ende der asphaltierten Strasse im oberen Teil des Barranco de Guayadeque.  Ausstattung, Eigenart und Qualität der Speisen machen es wohl zur interessantesten Gaststätte Gran Canarias. Tief in den Berg hineingetrieben bietet sie erstaunlich viel Platz in wabenartigen Sitznischen. 

 

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Tipps:

Auf dem Wege nach Las Palmas auf der Autobahn, ungefähr 5 km vor dem Airport, befindet sich das nagelneue Centro Comercial Altlantico, das für kanarische Verhältnisse riesig ist und an die Malls in den USA erinnert. Abfahrt Vecindario. Modegeschäfte, Sportgeschäfte, Lokale, ein Kino, ein riesiger Supermarkt von Carrefour. Zum Shoppen bei schlechtem Wetter bestens geeignet. Und die Preise sind nicht so hoch wie in den Touristengebieten. Erstaunlich ist die Verbreitung der Internet-Cafes seit 2001. In jedem Einkaufszentrum findet man sie, und man kann zu recht preiswerten Stundensätzen surfen oder die E-Mails abrufen. Handy-Provider sind auf der Insel: Amena und Movistar, bei längerem Aufenthalt lohnt es sich, eine Prepaidkarte dort zu kaufen. 

Beim Parken sollte man gut auspassen wo man das Auto hinstellt. Blaue Bereiche sind kostenpflichtig, gelbe Markierungen am Bordstein bedeuten absolutes Parkverbot !

 


Selbstversorger müssen mit höheren Preisen in den Supermärkten als hier in Deutschland rechnen, nur Obst und Gemüse ist teilweise günstiger. Dafür sind die Preise in den Restaurants unter dem hier gewohntem Niveau, so ist ein Essen zu Zweit mit Getränken für insgesamt unter 20 Euro oft zu haben. Man hat bei der Euro-Umstellung genau umgerechnet und zum Teil die Preise in Peseten und Euro ausgezeichnet. Bei den vielen Basaren und Geschäften mit arabischem Personal muss man, weil oft jede Preisauszeichnung fehlt, handeln wie im Orient. Allein das Stehen bleiben an den Auslagen sehen die Händler als Grund an, einen anzusprechen, was oft recht störend ist. Leider halten sich die Taxifahrer nicht immer an das, was der Taxameter anzeigt bei Fahrten zum oder vom Flughafen. Also bitte hier aufpassen, mehr als 25-27 Euro darf die Fahrt nach San Agustin nicht kosten.  

Zum Abschluss dieses Berichtes noch etwas Strand und Sonnenuntergang in San Agustin

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Ungern gebe ich Restaurant Empfehlungen, da sich die Restaurantszene oft ändert. Aber nach einem neuerlichen Besuch dann doch, weil diese von uns getesteten Restaurants schon lange "überlebt" haben !

Als Grieche die "Greek Taverna" im Einkaufszentrum links

Als Chinese das Restaurant "Canton" am Parkplatz vor den Hotel San Agustin Beach Club

Als Italiener das Lokal "Tutti Frutti" im Einkaufszentrum


Viele Infos über die Insel: www.Canary-island.com

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